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Berlin

Viereinhalb Jahrzehnte nach Gründung der petits frères des Pauvres in Paris wurde auch in Deutschland ein Standort gegründet. 1991 haben wir unser erstes Büro in Berlin-Kreuzberg bezogen. 2006 etablierten wir einen Standort in Berlin-Tempelhof. 2014 folgte ein weiterer Standort in Berlin-Reinickendorf. Anfang 2016 eröffneten wir auch in Berlin-Wedding einen Treffpunkt. Schwerpunkt unserer Arbeit ist – über die Stadtteilgrenzen hinaus – das Stiften von Besuchspartnerschaften zwischen Jung und Alt. In Tempelhof (Mariendorf), Wedding und Reinickendorf setzen wir das Community-Care-Projekte Alt werden in Nachbarschaft um. In Kreuzberg hat sich 2019 das erste Berliner Stadtteilteam etabliert.

Alt werden in Nachbarschaft in Berlin-Tempelhof

Im Jahr 2006 haben wir mit der Berliner Baugenossenschaft und der Mariendorf-Lichtenrader Baugenossenschaft das Programm Alt werden in Nachbarschaft ins Leben gerufen. Gemeinsam unterhalten wir einen Nachbarschaftstreffpunkt in der Kurfürstenstraße 45 in Mariendorf.

Unser Angebot in Tempelhof

  • Ein wichtiger Teil der Arbeit liegt in der Beratung der älteren Mieter, ihrer Angehörigen und der Nachbarn. Die Themen in den Beratungsstunden sind dabei vielfältig. Unsere Unterstützung wird gebraucht, wenn ältere Mieter den Haushalt nicht mehr allein bewältigen können.
  • Medizinische oder pflegerische Hilfe benötigen.
  • Das Gefühl haben, dass ihnen die Decke auf den Kopf fällt.
  • Entlastung bei der Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen benötigen.
  • Den Eindruck haben, dass ihr älterer Nachbar Hilfe benötigt.
  • Sich mit Nachbarn treffen möchten.
  • Sich einfach mal aussprechen wollen.
  • Sich für ältere Nachbarn engagieren wollen.
  • Schwerpunkte in der Beratung

Viele alte Menschen wünschen sich ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Alte Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder solche, die an Demenz oder anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen leiden, sind jedoch auf Hilfen im Alltag angewiesen. In dieser Situation erscheint der Umzug in ein Pflegeheim häufig als einzige Lösung. Es gibt aber viele Möglichkeiten, in der eigenen Wohnung und vertrauten Umgebung zu bleiben. Freunde alter Menschen beraten Hilfe suchende Menschen sowie ihre Angehörigen dazu individuell. Vor allem informieren wir zu Entlastungsangeboten, ambulanten Hilfen und Kosten sowie Finanzierungsmöglichkeiten. Gemeinsam klären wir, wie die Interessen und Bedürfnisse des alten Menschen am besten gewahrt bleiben und erarbeiten ganz individuelle Lösungen. Häufig helfen wir bei der Beantragung von finanzieller Unterstützung.

„Wer will schon gerne in ein Heim? Ich wohne seit 1959 in einer genossenschaftlichen Wohnung. Ich möchte mich nicht mehr verändern. Mein Zuhause wird immer altersgerechter. Das verdanke ich der Baugenossenschaft und den Freunden alter Menschen. Ich war angenehm überrascht, dass man wirklich Hilfe bekommt, wenn man welche braucht.“

Ina, Rentnerin 

Besuchspartnerschaften

Wir stiften Besuchspartnerschaften zwischen Jung und Alt. Freiwillige unseres Vereins besuchen regelmäßig einen alten Menschen Zuhause oder in einem Pflegeheim. Oft entstehen dabei Freundschaften, die ein Leben lang andauern und aus alten Menschen werden Alte Freunde. Wollen Sie uns als Freiwilliger unterstützen oder kennen Sie einen alten Menschen, der einsam ist? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Bewerbungsformular

Wohnraumanpassung

Ein weiteres wichtiges Thema in unserer Beratung ist die Wohnraumanpassung. Am Anfang steht die Analyse der Wohnung. Wir versuchen herauszufinden, ob es Hindernisse und Probleme gibt, die die Nutzung der Wohnung einschränken oder die Bewältigung des Alltags erschweren. Wir loten aus, welche individuellen gesundheitlichen Einschränkungen zu Unsicherheiten führen können, welche konkreten Probleme schon aufgetreten sind. So stellen wir unter anderem Fragen zu ausreichender Beleuchtung, Bewegungsfreiheit, Stolperfallen und sicherer Benutzung von Dusche oder Badewanne.

Mögliche Veränderungen

Die Möglichkeiten der Veränderung, um sich in der eigenen Wohnung auch im Alter sicher und wohl zu fühlen, sind vielfältig. Manchmal sind schon kleine Veränderungen, wie das Entfernen von Brücken oder das Benutzen einer helleren Glühlampe von großer Wirkung. Häufig unterstützen ausgewählte Hilfsmittel, wie zum Beispiel Badewannengriffe oder –sitze oder konkrete Maßnahmen zur Wohnraumanpassung die Sicherheit und Selbständigkeit in der Wohnung. Zu Maßnahmen der Wohnraumanpassung gehören unter anderem Türschwellenentfernung, behindertengerechter Umbau von Bad und Küche sowie das Installieren einer bodengleichen Dusche.

Weitere Angebote

Neben der Beratung finden in unserem Nachbarschaftstreffpunkt regelmäßig Erzählcafés, Koch- und Spielrunden sowie Sitzyogakurse statt. Hier finden Sie die aktuellen Veranstaltungstermine.

Ansprechpartnerin

Christl Schwarz, Koordinatorin

Die Koordination der Freiwilligen für Besuchspartnerschaften und das Kiezprojekt in Berlin-Mariendorf ist mein Aufgabenbereich. Bitte rufen Sie an, oder schreiben Sie mir eine E-Mail, damit wir uns zu einem persönlichem Gespräch verabreden können.

Kurfürstenstraße 45, 12105 Berlin

030 / 32 59 19 80

Spenden

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Wir finanzieren unsere Arbeit im Wesentlichen durch Spenden und sind dringend auf diese angewiesen. Helfen auch Sie, alte Menschen vor Einsamkeit und Isolation zu bewahren und schenken Sie Ihnen wieder Lebensfreude.

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